Als Fachmesse für Lösungen rund um Zutrittskontrollen, Brandschutz, IT-Security, Perimeter Protection und Videoüberwachung zeigt sich die SicherheitsExpo München auch dieses Jahr als Bühne für diverse technische „Erstaufführungen“ der Sicherheitsbranche.

So ist auch das bayerische Startup COREDINATE mit seinem gleichnamigen System vertreten, das zum einen als modernes Wächterkontrollsystem die Arbeit in der Sicherheitsbranche optimiert, aber auch Wartungs- und Pflegedokumentationen effizienter und einfacher gestaltet. Derzeit sind im COREDINATE Wächterkontrollsystem bereits Features wie eine Ereigniserfassung mit optionaler Bilddokumentation, Kontrollpunktscans und die Arbeitsplatzabsicherung via Smartphone integriert. Nach Informationen der Aussteller auf der SicherheitsExpo wird gegenwärtig an einer Lösung gearbeitet, um künftig verschlüsselte In-App-Nachrichten senden und empfangen zu können, die sicherer übertragen werden sollen, als diverse Messenger-Dienste es zur Zeit ermöglichen. Das System würde dabei seine Möglichkeiten der Echtzeit-Kommunikation weiter ausbauen und den Sicherheitsstandard für Datenübertragung auf ein neues Level heben.

Live-Bildübertragung neu gedacht

Auch vom chinesischen Hersteller Dahua Technology, der sich auf Sicherheits- und Kameratechnik spezialisiert hat, gibt es Neuigkeiten. Während eine Live-Bildübertragung verschiedener Kamerasysteme auf mobilen Endgeräten gegenwärtig nur mit zusätzlichen Netzwerkvideorekordern möglich ist, plant der Hersteller eine kameraintegrative Lösung.
Somit würden sich derzeitige Signalwege über Videorekorder mit angeschlossenem LTE-Modul und einhergehender Verkabelung erübrigen, da eine Komponente für Funknetzwerke direkt im Kameragehäuse integriert wäre.
Wann und ob ein Prototyp einer solch zukunftsweisenden Überwachungstechnik veröffentlicht oder gar in Serie produziert wird, ließ der Sprecher von Dahua auf der SicherheitsExpo offen.

360°-Sicherung an jedem Ort

Eine bereits auf der Expo ausgestellte Neuentwicklung in der Sicherheitstechnik präsentiert die schleswig-holsteinische Firma AdHoc Networks. Mit ihrem System VARTIOS ist eine netzwerkautarke 360°-Überwachung in Gebieten mit schlechter Infrastruktur möglich, bis zu zwei Wochen mit nur einer Akkuladung. Das geringe Gewicht von rund 1,7 Kilo und die Positionierung auf das zugehörige, dreibeinige Stativ garantieren höchstmögliche Mobilität.
Durch die Kombination von Passiv-Infrarot- und Radar-Detektoren können so Reichweiten von 24 bis 80 Metern im 360° Radius überwacht und durch Verknüpfung der installierten Sensoren Bewegungsprofile erstellt und abgerufen werden.
Je nach Bedarf wird das VARTIOS in Form eines Oktogons dabei modular ausgestattet. Besonders große Areale können durch Positionierung von mehreren VARTIOS-Einzelsystemen gesichert werden, die sich automatisch zu einem Netzwerk verbinden. Die Signalübertragung für Status- und Alarmmeldungen liefert ein integrierter GSM/GPRS-Sender/Empfänger, der Informationen entweder an die eigens entwickelte App, die browserbasierte Leitstelle oder als SMS an mobile Endgeräte überträgt. Neben dem auf Kunststoff basierenden Gehäuse soll in Zukunft eine Alternative aus Aluminum zur Verfügung stehen, um für Einsätze in besonders schwierigem Gelände gerüstet zu sein.