Zum 1. Juni 2019 tritt das Zweite Gesetz zur Änderung bewachungsrechtlicher Vorschriften (Bewacherregister) in Kraft. Es beinhaltet u. A. gestiegene Anforderungen an Bewachungsgewerbetreibende und Bewachungspersonal.

Außerdem bestimmt es, dass ein Bewacherregister ab Juni in Gebrauch sein soll. Es wird von einer Registerbehörde zentral geführt, da die Daten dadurch bundesweit einheitlich einsehbar und auswertbar sein werden. Die Registerbehörde ist in diesem Fall das Bundesamt für Wirtschaft und Abfuhrkontrolle (BAFA). Über das Register soll auch die seit 2019 verpflichtende Regelabfrage bei der jeweiligen Landesbehörde für Verfassungsschutz stattfinden. Zudem wird die IHK-Qualifikation (Unterrichtung oder Sachkunde) künftig über das Bewacherregister geprüft.

Wie wird das Register befüllt?

Das Register wird in drei Stufen befüllt. Zunächst musste sich jede §34a-Behörde im Online-Portal registrieren. Damit es eine bundesweit einheitliche Abbildung geben kann, wurde für das Bewacherregister der Begriff „Gewerbebetrieb“ definiert. Zusammengefasst bedeutet das, dass ein Gewerbebetrieb eine Bewachungserlaubnis innehat, Wachpersonen beschäftigt und mindestens eine Betriebsstätte hat. Für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der Begriffsdefinition empfiehlt es sich, die Informationsbriefe auf der Seite des BAFA zu lesen.

Im zweiten Schritt haben die einzelnen Behörden ihre lokalen Daten von den Gewerbebetrieben an das Register zu übertragen. Falls Gewerbebetriebe mehrere Zweigstellen haben, sollen zunächst nur die Hauptniederlassungen eingetragen werden. Sobald dieser Prozess fertig ist, können die Zweigstellen hinzugefügt werden.

In der letzten Stufe, die noch anhält, werden die einzelnen Wachpersonen in das Register aufgenommen. Hierbei sollen die Gewerbebetriebe ihre sämtlichen Mitarbeiter in sogenannte Personaldatenlisten eintragen.

Warum wird es das Bewacherregister geben?

Das Zweite Gesetz zur Änderung bewachungsrechtlicher Vorschriften dient, neben den oben genannten Aspekten, der aussagekräftigen Darstellung von Qualifikation und Zuverlässigkeit von Personen bei Vor-Ort-Kontrollen. Außerdem wird die Schnittstelle zwischen den verschiedenen Industrie- und Handelskammern und den Gewerbetreibenden oprimiert. Da angehendes Wachpersonal besondere Qualifikationen zur Ausübung von Bewachungstätigkeiten vorlegen muss, werden diese überwiegend bei der jeweiligen IHK erworben. Mithilfe des Bewacherregisters können die Zertifikate schnell und ohne großen Papieraufwand übertragen oder vermerkt werden. Gewerbetreibende oder deren Personalabteilung haben nun die Möglichkeit diese mühelos abzufragen.

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